Direkt zum Hauptbereich

Vaterherz

Wir alle haben einen Vater...ob wir ihn jetzt kennen oder nicht. Ob er in unserem Leben noch eine Rolle spielt oder nein. Ob er gut oder schlecht war. Ob er noch da ist oder uns verlassen hat. Ob er Zeit für uns hatte oder nein.

In unserem Unterbewusstsein projektieren wir das Bild vom Papa auf Gott. Und dann haben wir demnach unsere Vorstellungen wie er ist. Für einige ist es dann ganz schlimm, weil er vielleicht grausam war...andere haben ihn als liebenden Vater erlebt und doch gabs da Dinge, die wohl doch nicht richtig Gott repräsentieren.

Vor zwei Monaten durfte ich spontan predigen. Ich hatte paar Notizen gemacht zum Thema Vaterherz. Ansonsten brauchte ich nur mein Herz reden lassen. Ich war überrascht über mich selbst. Mir wurde aufeinmal wichtig, dass bei der Geschichte vom Verlorenen Sohn meistens nur der Vater oder der Verlorene Sohn betont wird. Aber ich erkannte aufeinmal. .., der Vater ist der gleiche... aber es sind zwei verschiedene Söhne...beide hatten genau das gleiche Anteil an Erbschaft. Beide reagierten komplett verschieden auf die Liebe des Vaters.
So... wenn der Vater alle gleich liebt, liegt es an unserer Herzenseinstellung wie sehr wir uns lieben lassen können. Sind wir verbittert, lassen wir keine Liebe rein...oder nur sehr wenig...Sind wir hungrig nach Liebe, fühlen wir die Liebe viel schneller. 
Ich habe festgestellt, dass wir oft nur andere weiter lieben können wenn wir uns selbst lieben lassen. Und wenn ich das jetzt mal aus der Elternperspektive betrachte...wir lieben es wenn Kinder sich lieben lassen...Denn wir sehen, dass sie sich dann emotional viel gesunder entwickeln. Und indem wir die Liebe rausströmen lassen, empfangen wir von unserem Papa Gott wieder mehr Liebe...Es ist einfach ein Geben und Nehmen, denn die Kinder wollen dann auch wieder zurücklieben. Wir können es ihnen nie genug sagen, dass sie wertvoll sind und dass wir sie lieb haben. Ich habe von so vielen gesagt bekommen, die das nie hören von ihren Eltern. Ich glaube wir können alle, egal in welchem Lebensabschnitt jeder gerade steht lernen, sich lieben zu lassen von Papa Gott, den Eltern oder anderen wichtigen Personen im Leben. Dann ist das Liebe weitergeben ganz normal irgendwie. Sei es mit Worten oder auch mal einer Umarmung!

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Verletzte/geheilte Herzen

Verletzt werden und selber andere verletzen hats schon immer gegeben! Oft werden wir sogar verletzt, nicht weil der andere es mit Absicht gemacht oder gesagt hat...sondern weil in unserem Kopf schon so ein Gedankengebäude entstanden ist, welches eine Mauer um das Herz gebaut hat. Und dann kommt es wiederrum vor, dass wir selbst andere verletzen weil wir bitter geworden sind, mit dem was wir selbst tun oder sagen, und in den wenigsten Fällen war das mit purer Absicht. "Verletzte Menschen verletzen Menschen!" Aber Jesus ist auch dafür gestorben. Und wir mit ihm. So eigentlich sollte es uns gar nichts mehr tun, wenn wir angegriffen werden. Ob jetzt mit oder ohne Absicht. Denn die Angriffe gehen dann direkt auf Jesus, der in uns ist...und der hats schon besiegt. Wichtig ist, dass ich selbst meine Anerkennung und Liebe bei Jesus finde. Dann tun mir die Angriffe nichts und ich kann auch aus Liebe handeln. Ich selbst werde dann auch weniger andere verletzen. Klappt es immer? ...

Götzendienst

Bei diesem Begriff denke ich immer irgendwie an goldene Statuen und Leute die sich hinknien davor und diese anbeten oder verehren. Wer will schon sowas heutzutage tun, sind so meine Überlegungen. Aber mit den Jahren habe ich für mich bemerkt, dass alles was mir wichtiger als meine Beziehung zu Jesus ist, mein Götze ist. Hört sich schlimm an... Aber wollen mal zusammen nachdenken. Meine Familie kann mein Götze sein. Ich kann es noch zu gut meinen und meine Familie noch so sehr lieben, ist sie wichtiger als Gott, ist sie schlicht und einfach mein Götze. Dann kann Arbeit, Sport, Angst, Kontrolle, Habsucht, Figur, mein Dienst in einer Gemeinschaft, Garten oder Essen mein Götze sein. Womit verbringe ich viele Stunden am Tag...Was ist mir wichtig. Wo kann ich etwas nicht verpassen. Oder worüber drehen sich meine Gedanken tagtäglich. So und jetzt kommt das krasseste...für mich zumindest. Sorgen machen!!!! Das ist auch ein Götze! Das heisst ich vertraue Gott nicht! Wenn ich nicht vertraue...

Tag der Freundschaft

Oft höre ich: Der hat mich enttäuscht... Das hätte ich nie von dem gedacht... Die hat mich einfach im Stich gelassen... Immer nutzt die mich aus.... Nie hat der Zeit für mich... usw usw usw... Was hört man da eigentlich raus..."Ich armer Wurm" "Keiner mag mich" "Mein ICH ist so verletzt" ... Ich ... Ich ... Ich ........................Ich ......... Das ist ein Selbstmitleidkreis, wo eigentlich keiner drinn sein möchte! Was machen Freunde eigentlich aus? Es werden heute ja viele Sprüche rundgeschickt über Facebook und WhatsApp und es stecken auch viele Wahrheiten drinn!  Ich habe paar Dinge für mich festgestellt: Echte Freundschaften sind: * Wenn ich das Herz des anderen kenne und wertschätze.  * Wenn mir alles dran liegt, den anderen zu unterstützen und fördern.  * Wenn ich authentisch leben und sein darf und der Freund auch.  * Wenn ich die Seele baumeln lassen darf und die Freundin auch. * Wenn mir dem anderen sein Wohl wichtiger ist al...