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Heiliger Geist

Einige haben Angst vor dem Heiligen Geist. Meine Frage ist dann warum? Wenn Jesus doch sagt, dass er den schicken wird, dass wir ihn brauchen. Naja, dann wird gesagt, dass all das "Komische", dass dann passiert, oder man hat keine Kontrolle mehr, weil der Heilige Geist dann mit einem macht, was er will, und das wäre ja so peinlich. Macht er das wirklich oder ist das nur Menschenfurcht und Angst!!?? Wir sollen ja den Heiligen Geist nicht dämpfen/betrüben.


Beispiele aus der Bibel:

- Der Geist der Kraft, Liebe und Besonnenheit (2. Tim 1,7)
Ich brauche also mit Gottes Geist nicht als kraftlose Figur rumrennen. Ich gebe Gottes Liebe weiter und handele mit Besonnenheit. Tue ich das nicht, betrübe ich den Geist.
- Die Gemeinschaft im Geist (Phil 2,1)
- Der Geist Gottes macht, dass wir Menschen lieb haben und uns über Gemeinschaft mit ihnen freuen. Den Geist Gottes könnte hier z,B. jeder Zank, Tratschen, Verletzen und Urteilen betrüben.
- Und letztendlich hat der Geist Gottes Eigenschaften wie in Gal 5,22 beschrieben steht:
Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Keuschheit.
Und wenn wir lieblos, freudlos, ungeduldig, unfreundlich, ungütig, untreu, unsanft und ohne eine gewisse Enthaltung leben, uns selbst besser hinstellen, dann betrübt das den Geist.





Schon mal nachgedacht wie das Leben ohne den Heiligen Geist ist?
Es kann sich zur reinsten Hölle auf Erden entwickeln. Denn auch wenn man Jesus als Retter annimmt, wird soviel aus eigener Kraft versucht zu bewältigen. Und das ist unmöglich. Man kann fast behaupten, dass jeder, der sich auch Christ nennt, irgendeine Sucht hat oder wenn er das irgendwie hinkriegt keine zu haben, trotzdem eine grosse Leere in sich spürt. So wird das Loch, welches der Heilige Geist füllen will, dann mit etwas anderem gefüllt. Denn jeder ist immer auf der Suche nach dem Glücklichsein, und wenn man immer das Gefühl hat es fehlt etwas, dann ist man ständig auf der Suche und irgendwann findet jeder einen "Schnuller", der dann das Loch für ne Weile füllt und sozusagen "tröstet".

Hier kommt jetzt mal so einiges aus Gesprächen von den letzten Jahren hervor: Alles Dinge und Angewohnheiten, die dann wegfallen (manchmal sofort, und manchmal im Prozess), wenn der Heilige Geist endlich mal in Aktion treten darf und das Loch auffüllen und den Glauben somit lebendig macht.

- Ritzen...viele haben einen grossen seelischen Schmerz und versuchen damit, dass sie sich selbst Schmerzen und Wunden machen, die Seele zu erleichtern. Das ist eine grosse Verzweiflung.
- Sex unter Jugendlichen, auch Christen... sie kennen ihre wahre Identität nicht...Dies Gefühl erst jemand zu sein, wenn man eine Freundin oder einen Freund hat, dann ist man wer. Und wenn das alles ist, dann klammert man sich an die Person und rutscht schnell in Dinge rein, die eigentlich für die Ehe gedacht sind, wo der geschützte Rahmen gesetzt ist. Dies wiederrum verletzt die Seele und bringt grosse Not hervor, auch wenn dann irgendwann geheiratet wird. Es funktioniert dann auch nicht so gut wie man dachte und es kommen Blockaden hervor, mit denen man dann nicht gerechnet hat und die wiederrum zu Situationen führen, die dann weiter auch wieder Leid verursachen.
- Hausgewalt. Es wird geschlagen mit Worten oder auch Händen, denn Unzufriedenheit herrscht im Herzen und man sucht Macht und Kontrolle über andere Menschen. Und leider oft über den Menschen, die man am meisten lieb hat.
- Immer neue Dinge kaufen und haben müssen...immer ist da diese Leere und man denkt, wenn erst die neue Hose da ist oder genau das gleiche Sofa wie die Nachbarn haben, dann wirds besser gehn.
- Pornosucht. Besonders unter Jungs, aber auch Mädchen...es geschieht dann wenn keine Annahme da ist, keine echte bedingungslose Liebe gespürt wird... Ein Loch, welches mit dieser Sucht kurz befriedigt wird, aber nachher unendlich grosse Schuldgefühle verursacht.
- Sich ständig mit anderen vergleichen. Immer sehen, dass man mehr hat als der andere, besser ist und auch ja nicht zu kurz kommt. Hier entstehen die schlimmsten Gerede...schon mal gemerkt wie leer man sich fühlt, wenn man nur über andere geredet hat, wie "schlecht" die sind? Die Absicht ist ja eigentlich unbewusst sich selbst gut hinzustellen, aber genau das Gegenteil passiert dann.
- Manipulieren. Man versucht sich gut zu fühlen, indem andere genau das tun und sich so verhalten, wie man es für richtig hält. Es ist ein System, welches Verhaltensweisen vorschreibt...Man denkt, wenn alles so geregelt läuft, stimmt alles und die Leere ist gefüllt mit einer anscheinend existierenden Sicherheit.
- Drogen werden genommen aus lauter Langeweile und Suche nach der wahren Erfüllung. Jemand sagte mir, nachdem er mit dem Heiligen Geist erfüllt war: Dies ist besser als Drogen!


Und so könnte man noch vieles aufzählen...aber es geht hier jetzt um die Lösung. Die Lösung hat Jesus selbst angekündigt...Die Fülle mit dem Heiligen Geist. Er sagte sogar: Wartet auf den Heiligen Geist, bevor ihr weitergeht. Dann kam bald Pfingsten. Wenn wir ihn wirken lassen, füllt er das Loch. Das heisst nicht, dass man gleich "Sündenfrei" lebt oder alles perfekt läuft. Aber das Gefühl, dass immer etwas fehlt ist dann weg. Aber man muss auch dabei bleiben und sich bewusst füllen lassen. Immer wieder, besonders wenn man viel "ausgibt"...Er ist die Kraft, die wir brauchen. Die "Tankstelle" sozusagen. Auch all die Gaben sind da, um sie zu brauchen. So oft höre ich, ja man muss die entdecken und suchen und einfach darauf warten, dass die dochwohl irgendwann mal ankommen. Aber wenn du den Heiligen Geist hast, hast du alles und höchstwahrscheinlich brauchst du einige Gaben schon ohne es zu wissen. Es gibt viele Infos über Geistesgaben. Am besten man trifft sich mit Leuten, die auch weiterkommen wollen und tauscht sich aus und lernt gemeinsam weiter, was die Anwendung usw betrifft. Aber genau die Gaben sind unsere Waffenrüstung, die wir täglich brauchen, um uns zu erbauen, also auch das Loch innerlich zu füllen, andere zu ermutigen, Weisheit in Situationen zu haben oder auch zu wissen, wo man mal was tun sollte oder auch nicht tun sollte. Irgendwann funktioniert das so natürlich, dass es ganz normal ist...Und DAS ist das erfüllte Leben, von dem Jesus spricht. Das heisst nicht, dass nicht Leid da sein wird oder schwere Situationen...aber wie wir damit umgehen, da macht es den Unterschied. 
Tatsache ist, dass wo Menschen mit Belastungen gequält werden und es vielleicht auch nicht mal wissen, wird es Unruhe geben. Diese Menschen fühlen sich bedroht und wehren sich, wenn eine stärkere Kraft, nämlich der Heilige Geist in die Nähe kommt und dann werden sich die bösen Geister melden. Denn das mögen sie nicht, dass Licht in diese Situation kommt. Interessant wird es, dass sich oft die Dunkelheit da meldet, wo man es am wenigsten erwartet hätte. Aber die beste Fassade muss auch da nachgeben.

Unsere Aufgabe als Christen ist es zu leuchten...und das Licht auch nicht zu verstecken und genau dafür brauchen wir den Heiligen Geist. Man sieht genug Not, wo aus eigener Kraft versucht wird "richtig" zu leben...Das klappt einfach nicht. Der Heilige Geist ist genau dazu da, er ist die Kraft, die Freude, das Licht, das Feuer, die Weisheit, die Herrlichkeit, die Gnade und vor allen Dingen die Liebe... und das ist es, was die Christen brennen lässt.... Pfingsten!!

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